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Unser Tipp für's Wochenende: Verstecken spielen mal anders - im Maislabyrinth

Es ist spannend, macht Spaß und  es existiert nur ab dem 14. August bis ca. Mitte Oktober: Das Maislabyrinth bei Schloß Berlepsch ist jetzt groß genug, so dass auch die wirklich großen Erwachsenen keine Chance zum Schummeln haben. Insgesamt 6 km Irrwege, eine Kindervariante und eine für ältere Kinder und Erwachsene laden ein ins Abenteuer. Geöffnet samstags und sonntags und an Feiertagen von 11:00-16:00 Uhr. Erwachsene zahlen 4 € Eintritt, Kinder 3 €. Weitere Informationen unter www.schlossberlepsch.de/maislabyrinth.html

 

Der Sommer ist noch nicht vorbei

 

SchaukelZugegeben, es sieht nicht unbedingt danach aus, wenn man aus dem Fenster schaut. Was das Wochenende angeht, darf man aber so langsam wieder optimistischer planen. Es soll ja wieder wärmer werden (sagt das weise Wetter-App).

Für alle, die trotzdem lieber Aktivitäten mit Überdachung ins Auge fassen wollen sind hier unsere Tipps für die nächste Zeit: 

Ein Zeltdach über dem Kopf:

Der Circus Gebr. Lieberum gastiert auf dem Festplatz In der Wehm in Göttingen-Hetjershausen ab dem 5. August. Die Vorstellungen sind immer freitags und sonntags um 16:00 Uhr. 

Zwar "draussen", aber auch immer wieder "drinnen":

Der Göttinger Kindertag - Reise durch die Welt findet am Samstag, den 13.08. ab 10:00 Uhr überall in der Innenstadt statt. Mit dem Göttinger Kinderpass kann jedes Kind von Land zu Land reisen und erhält einen Stempel. Die Pässe bekommt man an allen bekannten Info-Standorten und an allen Länderstandorten. Weitere Infos unter

www.procity.de

Auch die kulturelle Sommerpause wird in Göttingen immer wieder unterbrochen. Zum Glück! Das Junge Theater präsentiert am 26.08. um 20 Uhr eine Produktion des Jugendclubs mit Musik: König Artus und die Ritter der Tafelrunde oder: in welcher Welt wollen wir leben?  Am 27.08. folgt dann das Theaterfest mit dem Mini/-Yola-Club und dem Ausreißerclub. Weiter Infos unter: www.junges-theater.de

 

Mit Kika-Moderator Juri Tetzlaff auf den Spuren von Händels Oper „Imeneo“

Meeresrauschen aus dem Publikum, Kerzenschein, eifersüchtige Männer und viel Musik: All dies hatte die Familienfassung von „Imeneo“ am Pfingstmontag im Deutschen Theater zu bieten. Moderator Juri Tetzlaff singt zwar nicht, ist aber trotzdem der Star der Familienfassung der diesjährigen Festspiel – Oper. Kinder ab dem Kindergartenalter sehen ihn fast täglich in seinem „Baumhaus“ auf Kika und lauschten nun gebannt der Reise in die Welt der Oper. Kurzweilig und mit Witz erzählt der bekannte Moderator die Handlung der Oper, in der sich Rosmene zwischen zwei Männern entscheiden muss: Der eine hat sie vor den Piraten gerettet, und sie ist ihm dankbar, den anderen liebt sie. Wie wird Rosmene sich entscheiden, während sich Imeneo und Tirinto wie eifersüchtige Gockel gebärden? Alle Solisten der Oper sind in ihren Originalkostümen dabei und werden anhand der Moderation und mit für sie charakteristischen Arien vorgestellt. Das FestspielOrchester Göttingen mit seinem musikalischen Leiter Laurence Cummings darf da auch nicht fehlen. Spannend ist der Blick für Kinder in den ersten Reihen, für die nicht nur ein so nah agierendes Orchester eine Entdeckung ist, sondern auch die geöffnete Pralinenschachtel neben dem Kontrabassisten. Leider werden die besonderen barocken Instrumente nicht weiter thematisiert. Kinder sind ein anspruchsvolles Publikum, und auch der Anblick eines Fernsehidols trägt die Aufmerksamkeit nicht über 75 Minuten hinweg. Dass das junge Publikum bei der Sache bleibt, ist einer gekonnten Melange aus Kunst und pädagogischem Gespür zu verdanken. Tetzlaff kommt in den Zuschauerraum, stellt Fragen, informiert über die barocke Gestik und die Optik der Bühne und animiert zum Mitmachen. Es gelingt ihm, die leicht angestaubte Handlung als eine „Hammer-Geschichte“ zu verkaufen. Er erklärt, ohne belehrend zu wirken und die Oper wird kindgerecht musikalisch und erzählerisch präsentiert, ohne ihre ästhetische Qualität zu mindern. Gegen Ende gesellt sich noch Regisseurin Sigrid T’Hooft in der Rolle des Geistes Radamante dazu und beantwortet Fragen zu ihrer Inszenierung. Zum Beispiel, warum Rosmene sich am Ende nicht für den entscheidet, den sie liebt. Das sei früher so gewesen. „Privat macht Rosmene dann vielleicht doch, was sie will“, fügt sie augenzwinkernd hinzu. Diese Aussage ging dann wohl eher in Richtung Eltern.

 

Gefährliches Netz: Premiere von "Netboy" im Deutschen Theater

NETBOY2 1 36 1Wie für Teenager aus scheinbar harmlosen Netzbekanntschaften ein persönlicher Albtraum werden kann, das zeigte sich am Sonntag sehr deutlich bei der Premiere des Jugendstückes „Netboy“ im Studio des Deutschen Theaters. Johannes Rieder brachte das 2013 uraufgeführte Stück der Autorin Petra Wüllenweber  mit dem Schauspielertrio Julia Duda (hmtm Hannover), Felicitas Madl und Moritz Schulze auf die Bühne. Die drei sind ganz normale Jugendliche, die sich mit ebenfalls normalen Alltagsproblemen herumplagen: der Schule, den anderen und den Eltern. Marie (mit großer Bühnenpräsenz: Felicitas Madl) hat gerade Stress mit ihren Eltern. Diese sind getrennt und setzen immer sich an die erste Stelle. So will Maries Vater wegen seiner neuen Freundin nach Berlin  ziehen, was die bisher regelmäßigen Wochenendbesuche schwierig macht.  Maries Mutter hat für den Frust ihrer Tochter wenig Nerven. Marie ist in der Schule zwar beliebt und wurde gerade zur Klassensprecherin gewählt, aber den nötigen Halt findet sie nur bei Netboy, einer Chatbekanntschaft. Dieser hat ein offenes Ohr für sie und scheint schlau zu sein, denn seine Posts wimmeln nur so von Kafka-Zitaten. Gekonnt ist der Dialog inszeniert: Marie ruft hilfesuchend in den (Zuschauer)raum  und mit dem bekannten „Plopp“ erscheint Netboys Antwort auf einer großen, weißen Wand. Schnell hat dieser Fünfzehnjährige Internatsschüler aus der Schweiz – so erzählt er zumindest  über sich– Marie an der Angel. Sie will ihm gefallen und hört auf seinen Rat. Als sie ihm erzählt, dass die Chemielehrern Frau Bruttschner  ihre Freundin Sarah im Unterricht schikaniert, fordert er sie auf, ihren wütenden Worten Taten folgen zu lassen und ihre Notdurft vor deren Tür zu verrichten. Erst zögert sie, aber als Netboy mit Aufmerksamkeitsentzug droht, macht sie ernst und hinterlässt einen Haufen vor der Tür der Lehrerin und fühlt sich zunächst heldenhaft. Doch die Aktion hat fatale Folgen, denn plötzlich taucht ein Foto auf und Marie wird erpressbar und verwundbar.  Verzweifelt versucht sie sich aus ihrer Abhängigkeit zu befreien. Eindrucksvoll  durchbricht Madl an dieser Stelle mit ganzem Körpereinsatz auf hohen Absätzen die weiße Wand, aber für einen Befreiungsschlag ist es zu spät. Ohne mit der Moralkeule zu schwingen transportiert sich die Botschaft des Stückes, dass man nicht so leicht vertrauen sollte. Das Netz hat ein  langes, unbarmherziges Gedächtnis, Feinde gewinnen durch Bilder an Macht und bleiben zugleich anonym. *Foto: Isabel Winarsch

Weitere Vorstellungen für das Stück ab 12 Jahren:

Donnerstag, 28.4.16, 18:00 Uhr
Mittwoch 11.5. 2016, 18:00 Uhr
Samstag, 21.5.2016, 20:00 Uhr