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Wir wünschen allen Familien herrliche Sommerferien!

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Kultur für Kinder in den Sommerferien

Die Veranstaltungen vom LARIFARI Kinder-Sonntags-Theater sorgen auch in diesem Sommer wieder dafür, dass neben EM, Freibad und anderen Outdooraktivitäten die Kultur nicht zu kurz kommt.

Am 3. Juli um 15:00 Uhr gibt es zauberhaftes Clowntheater für alle ab 5 Jahren mit "Bum und die Zauberei".

Am 10. Juli um 15:00 Uhr präsentiert Heiner Rusche "Das gute-Laune-Programm", ein Mit-Mach-Konzert für die ganze Familie.

Am 17. Juli um 15:00 Uhr erzählt das Figurentheater Neumond aus Hannover mit "Großer Wolf und kleiner Wolf" eine Geschichte vom Kennenlernen und von Zweisamkeit für Kinder ab 4 Jahren.

Am 24. Juli um 15:00 Uhr geht es dann im Theaterstück "Die zweite Prinzessin" um Eifersucht, Rache und Versöhnung. Das Stück des Klecks Theaters, Hannover eignet sich für Kinder ab 4 Jahren.

Karten im Vorverkauf gibt es in der Tourist-Information im Alten Rathaus, 0551/4998031 oder im Drachenladen in der Kurzen Geismarstr. 34, 0551/58163. Mehr Infos und die Veranstaltungsorte: hier!

Musik, Sport, Shows und Mitmachaktionen: Das Erlebnisturnfest

Die diesjährigen Sommerferien beginnen in Göttingen mit dem Erlebnis - Turnfest. Vom 23. bis zum 27. Juni lautet das Motto "mitmachen, staunen, ausprobieren und live erleben". Aktionen gibt es in der ganzen Stadt, sei es im Erlebnis-Park am Kiessee, wo es auf den Konzertbühnen von N-JOY und NDR namhafte Musiker und Bands wie Stefanie Heinzmann, Jupiter Jones und die Guano Apes und andere zu erleben gibt, oder auf dem Erlebnis-Pfad zwischen der St. Jakobi-Kirche und dem Kiessee. Natürlich gibt es auch zahlreiche sportliche Höhepunkte wie die Turnfest-Gala am 24.6. um 20:00 Uhr in der Sparkassen-Arena. In einem unterhaltsamen Format werden sich die besten und beliebtesten Turner, Tänzer und Akrobaten der vergangenen Jahre präsentieren. Mehr Infos und Tickets unter www.erlebnisturnfest.de

 

Mit Kika-Moderator Juri Tetzlaff auf den Spuren von Händels Oper „Imeneo“

Meeresrauschen aus dem Publikum, Kerzenschein, eifersüchtige Männer und viel Musik: All dies hatte die Familienfassung von „Imeneo“ am Pfingstmontag im Deutschen Theater zu bieten. Moderator Juri Tetzlaff singt zwar nicht, ist aber trotzdem der Star der Familienfassung der diesjährigen Festspiel – Oper. Kinder ab dem Kindergartenalter sehen ihn fast täglich in seinem „Baumhaus“ auf Kika und lauschten nun gebannt der Reise in die Welt der Oper. Kurzweilig und mit Witz erzählt der bekannte Moderator die Handlung der Oper, in der sich Rosmene zwischen zwei Männern entscheiden muss: Der eine hat sie vor den Piraten gerettet, und sie ist ihm dankbar, den anderen liebt sie. Wie wird Rosmene sich entscheiden, während sich Imeneo und Tirinto wie eifersüchtige Gockel gebärden? Alle Solisten der Oper sind in ihren Originalkostümen dabei und werden anhand der Moderation und mit für sie charakteristischen Arien vorgestellt. Das FestspielOrchester Göttingen mit seinem musikalischen Leiter Laurence Cummings darf da auch nicht fehlen. Spannend ist der Blick für Kinder in den ersten Reihen, für die nicht nur ein so nah agierendes Orchester eine Entdeckung ist, sondern auch die geöffnete Pralinenschachtel neben dem Kontrabassisten. Leider werden die besonderen barocken Instrumente nicht weiter thematisiert. Kinder sind ein anspruchsvolles Publikum, und auch der Anblick eines Fernsehidols trägt die Aufmerksamkeit nicht über 75 Minuten hinweg. Dass das junge Publikum bei der Sache bleibt, ist einer gekonnten Melange aus Kunst und pädagogischem Gespür zu verdanken. Tetzlaff kommt in den Zuschauerraum, stellt Fragen, informiert über die barocke Gestik und die Optik der Bühne und animiert zum Mitmachen. Es gelingt ihm, die leicht angestaubte Handlung als eine „Hammer-Geschichte“ zu verkaufen. Er erklärt, ohne belehrend zu wirken und die Oper wird kindgerecht musikalisch und erzählerisch präsentiert, ohne ihre ästhetische Qualität zu mindern. Gegen Ende gesellt sich noch Regisseurin Sigrid T’Hooft in der Rolle des Geistes Radamante dazu und beantwortet Fragen zu ihrer Inszenierung. Zum Beispiel, warum Rosmene sich am Ende nicht für den entscheidet, den sie liebt. Das sei früher so gewesen. „Privat macht Rosmene dann vielleicht doch, was sie will“, fügt sie augenzwinkernd hinzu. Diese Aussage ging dann wohl eher in Richtung Eltern.

 

Gefährliches Netz: Premiere von "Netboy" im Deutschen Theater

NETBOY2 1 36 1Wie für Teenager aus scheinbar harmlosen Netzbekanntschaften ein persönlicher Albtraum werden kann, das zeigte sich am Sonntag sehr deutlich bei der Premiere des Jugendstückes „Netboy“ im Studio des Deutschen Theaters. Johannes Rieder brachte das 2013 uraufgeführte Stück der Autorin Petra Wüllenweber  mit dem Schauspielertrio Julia Duda (hmtm Hannover), Felicitas Madl und Moritz Schulze auf die Bühne. Die drei sind ganz normale Jugendliche, die sich mit ebenfalls normalen Alltagsproblemen herumplagen: der Schule, den anderen und den Eltern. Marie (mit großer Bühnenpräsenz: Felicitas Madl) hat gerade Stress mit ihren Eltern. Diese sind getrennt und setzen immer sich an die erste Stelle. So will Maries Vater wegen seiner neuen Freundin nach Berlin  ziehen, was die bisher regelmäßigen Wochenendbesuche schwierig macht.  Maries Mutter hat für den Frust ihrer Tochter wenig Nerven. Marie ist in der Schule zwar beliebt und wurde gerade zur Klassensprecherin gewählt, aber den nötigen Halt findet sie nur bei Netboy, einer Chatbekanntschaft. Dieser hat ein offenes Ohr für sie und scheint schlau zu sein, denn seine Posts wimmeln nur so von Kafka-Zitaten. Gekonnt ist der Dialog inszeniert: Marie ruft hilfesuchend in den (Zuschauer)raum  und mit dem bekannten „Plopp“ erscheint Netboys Antwort auf einer großen, weißen Wand. Schnell hat dieser Fünfzehnjährige Internatsschüler aus der Schweiz – so erzählt er zumindest  über sich– Marie an der Angel. Sie will ihm gefallen und hört auf seinen Rat. Als sie ihm erzählt, dass die Chemielehrern Frau Bruttschner  ihre Freundin Sarah im Unterricht schikaniert, fordert er sie auf, ihren wütenden Worten Taten folgen zu lassen und ihre Notdurft vor deren Tür zu verrichten. Erst zögert sie, aber als Netboy mit Aufmerksamkeitsentzug droht, macht sie ernst und hinterlässt einen Haufen vor der Tür der Lehrerin und fühlt sich zunächst heldenhaft. Doch die Aktion hat fatale Folgen, denn plötzlich taucht ein Foto auf und Marie wird erpressbar und verwundbar.  Verzweifelt versucht sie sich aus ihrer Abhängigkeit zu befreien. Eindrucksvoll  durchbricht Madl an dieser Stelle mit ganzem Körpereinsatz auf hohen Absätzen die weiße Wand, aber für einen Befreiungsschlag ist es zu spät. Ohne mit der Moralkeule zu schwingen transportiert sich die Botschaft des Stückes, dass man nicht so leicht vertrauen sollte. Das Netz hat ein  langes, unbarmherziges Gedächtnis, Feinde gewinnen durch Bilder an Macht und bleiben zugleich anonym. *Foto: Isabel Winarsch

Weitere Vorstellungen für das Stück ab 12 Jahren:

Donnerstag, 28.4.16, 18:00 Uhr
Mittwoch 11.5. 2016, 18:00 Uhr
Samstag, 21.5.2016, 20:00 Uhr