GÖsund

Früchtekorb

Gesund sein und bleiben in Göttingen

Bücherregal

Bücher-Lesenswert

Lesenswertes

GÖwichtig

P1040567Telefon

Nummern gegen Kummer

Weihnachten anderswo: Themennachmittag in der Ethnologischen Sammlung

Weihnachten feiert man nicht überall gleich. Am 9. Dezember können junge Forscher ab 6 Jahren von 14.30 bis 16.30 Uhr in der Ethnologischen Sammlung alles rund um die Vorweihnachtszeit auf Island erfahren:

Warum findet man dort Adventskalender mit nur 13 Türchen? Welches traditionelle Weihnachtsgebäck wird verspeist? Was hat es mit der Weihnachtskatze auf sich?

Ab dem 12. Dezember bis Heiligabend werden die isländischen Kinder jeden Tag von einem Jolasveinar, einem Weihnachtskerl, besucht. Bei diesen recht frechen Gesellen handelt es sich um Trolle und diese haben nicht gerade die besten Manieren. Aber sie lassen, ähnlich wie hier der Nikolaus, Geschenke für die Kinder da und sind deshalb sehr willkommen.

Wer mehr wissen will, kann sich bis zum 8.12.17 unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 0178-3525813 für den Kindernachmittag "Von 13 frechen Weihnachtskerlen und allerhand Leckereien: Adventszeit auf Island"  anmelden.

Empfohlen wird die Veranstaltung ab 6 Jahren.

 

Adventsaktionen in der Stadtbibliothek

An allen vier Adventssamstagen weihnachtet es in der Stadtbibliothek Göttingen gehörig! Es wird vorgelesen, gebastelt und gespielt und das bei freiem Eintritt. Willkommen sind Kinder ab 4 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen. Das Angebot findet immer von 11:00 bis 15:00 Uhr statt. Am 2. Dezember geht es los mit Vorlesen von 11:00-12:00 Uhr oder dem Ausprobieren von neuen Spielen von 11:00 -13:30 Uhr. Ab 13:30 Uhr wird unter der Leitung con Caro Bothe-Kerzel weihnachtlicher Fensterschmuck gebastelt.

Unsere Kolumne im Dezember: Darf es etwas mehr sein? Oder der Grinch in mir

Alle Jahre wieder: Die Geschenke- und Süßigkeitenflut steigert sich ins Unermessliche und der Grinch in mir erwacht. Mit Argwohn und zunehmend grünem Gesicht (vielleicht sprießen bald sogar Haare?!),  sehe ich diesen sich wahllos anhäufenden Weihnachtsberg vor mir und den Kindern auftürmen: Die zahlreichen Türchen diverser Adventskalender, der Schokoweihnachtsmann fürs Vorflöten im Altenheim, der Nikolaus, der nach Hause, dann in den Kindergarten oder  die Schule und nachmittags in den Sportverein kommt. Es wird in der Musikschule gewichtelt und beim Treffen mit der alten Krabbelgruppe gleich noch mal. Beim Einkaufen gibt es ungefragt Gummibärchen und Marzipankartoffel dazu, wozu eigentlich noch selber backen in der zuckerdurchtränkten Weihnachtszeit? Alles klebt, einsam wache ich über diesen Wahnsinn. Aber der Gipfel ist ja noch lange nicht erreicht:  Am Heiligabend gesellt sich auch wieder das ein' oder andere unerwartete Päckchen dazu, das DHL noch vorbeigebrach hat und die Flut an Geschenken ebbt nur langsam ab, denn bei jedem Treffen mit der Verwandtschaft kommt „nur eine Kleinigkeit“ für die Kinder dazu. Proportional zum Geschenkeberg wächst die Gleichgültigkeit und Übersättigung bei den Kindern und mein Grinchpotential. Hätte ich so einen Staubsauger wie Jim Carrey, ich würde ihn mit Kußhand einsetzen, um all diesen gutgemeinten Schnickschnack wegzusaugen. Ich würde so lange saugen, bis endlich wieder das Fest der Liebe unter Plastik, Papier und Zucker zu sehen ist.

Ich will Lieder singen, am Kamin sitzen, Geschichten hören und erzählen, Brettspiele machen, Spaziergänge machen, Strohsterne basteln, reden und gehört werden und den kleinen Lord mit meiner Familie zum 30. Mal anschauen.

Ich bekenne: Das ist nostalgisch, vielleicht naiv, aber machen wir uns mal nichts vor. Mehr Geschenke bedeuten nicht mehr Freude. Und sind nicht wir es, die unseren Kindern das Weihnachten stehlen, indem wir und alle Welt sie so überfrachten?

Was wollen wir ihnen mitgeben? Woran sollen sie sich erinnern? Was ist Weihnachten für uns, außer dieser Konsumhölle?

Das Patentrezept gibt es nicht, aber es lohnt – alle Jahre wieder – darüber nachzudenken.

Fröhliche Weihnachten,

die Grinchin.