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Unser Tipp für's Wochenende: "Tag der offenen Sammlung"

Unterwasserwelten erforschen, in einer Seifenblase träumen, Restauratoren über die Schulter schauen oder "Pollenhöschen" unterm Mikroskop entdecken: Am Tag der offenen Sammlung könnt Ihr und Eure Familien die Sammlungen, Museen und Gärten der Universität Göttingen erkunden. 22 Sammlungen, die Zentrale Kustodie und die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen öffnen am 22. Mai 2016 zwischen 10:00 und 18:00 Uhr ihre Türen und geben so den Blick hinter die Kulissen frei. Mehr Infos gibt es hier!

Mit Kika-Moderator Juri Tetzlaff auf den Spuren von Händels Oper „Imeneo“

Meeresrauschen aus dem Publikum, Kerzenschein, eifersüchtige Männer und viel Musik: All dies hatte die Familienfassung von „Imeneo“ am Pfingstmontag im Deutschen Theater zu bieten. Moderator Juri Tetzlaff singt zwar nicht, ist aber trotzdem der Star der Familienfassung der diesjährigen Festspiel – Oper. Kinder ab dem Kindergartenalter sehen ihn fast täglich in seinem „Baumhaus“ auf Kika und lauschten nun gebannt der Reise in die Welt der Oper. Kurzweilig und mit Witz erzählt der bekannte Moderator die Handlung der Oper, in der sich Rosmene zwischen zwei Männern entscheiden muss: Der eine hat sie vor den Piraten gerettet, und sie ist ihm dankbar, den anderen liebt sie. Wie wird Rosmene sich entscheiden, während sich Imeneo und Tirinto wie eifersüchtige Gockel gebärden? Alle Solisten der Oper sind in ihren Originalkostümen dabei und werden anhand der Moderation und mit für sie charakteristischen Arien vorgestellt. Das FestspielOrchester Göttingen mit seinem musikalischen Leiter Laurence Cummings darf da auch nicht fehlen. Spannend ist der Blick für Kinder in den ersten Reihen, für die nicht nur ein so nah agierendes Orchester eine Entdeckung ist, sondern auch die geöffnete Pralinenschachtel neben dem Kontrabassisten. Leider werden die besonderen barocken Instrumente nicht weiter thematisiert. Kinder sind ein anspruchsvolles Publikum, und auch der Anblick eines Fernsehidols trägt die Aufmerksamkeit nicht über 75 Minuten hinweg. Dass das junge Publikum bei der Sache bleibt, ist einer gekonnten Melange aus Kunst und pädagogischem Gespür zu verdanken. Tetzlaff kommt in den Zuschauerraum, stellt Fragen, informiert über die barocke Gestik und die Optik der Bühne und animiert zum Mitmachen. Es gelingt ihm, die leicht angestaubte Handlung als eine „Hammer-Geschichte“ zu verkaufen. Er erklärt, ohne belehrend zu wirken und die Oper wird kindgerecht musikalisch und erzählerisch präsentiert, ohne ihre ästhetische Qualität zu mindern. Gegen Ende gesellt sich noch Regisseurin Sigrid T’Hooft in der Rolle des Geistes Radamante dazu und beantwortet Fragen zu ihrer Inszenierung. Zum Beispiel, warum Rosmene sich am Ende nicht für den entscheidet, den sie liebt. Das sei früher so gewesen. „Privat macht Rosmene dann vielleicht doch, was sie will“, fügt sie augenzwinkernd hinzu. Diese Aussage ging dann wohl eher in Richtung Eltern.

 

Gefährliches Netz: Premiere von "Netboy" im Deutschen Theater

NETBOY2 1 36 1Wie für Teenager aus scheinbar harmlosen Netzbekanntschaften ein persönlicher Albtraum werden kann, das zeigte sich am Sonntag sehr deutlich bei der Premiere des Jugendstückes „Netboy“ im Studio des Deutschen Theaters. Johannes Rieder brachte das 2013 uraufgeführte Stück der Autorin Petra Wüllenweber  mit dem Schauspielertrio Julia Duda (hmtm Hannover), Felicitas Madl und Moritz Schulze auf die Bühne. Die drei sind ganz normale Jugendliche, die sich mit ebenfalls normalen Alltagsproblemen herumplagen: der Schule, den anderen und den Eltern. Marie (mit großer Bühnenpräsenz: Felicitas Madl) hat gerade Stress mit ihren Eltern. Diese sind getrennt und setzen immer sich an die erste Stelle. So will Maries Vater wegen seiner neuen Freundin nach Berlin  ziehen, was die bisher regelmäßigen Wochenendbesuche schwierig macht.  Maries Mutter hat für den Frust ihrer Tochter wenig Nerven. Marie ist in der Schule zwar beliebt und wurde gerade zur Klassensprecherin gewählt, aber den nötigen Halt findet sie nur bei Netboy, einer Chatbekanntschaft. Dieser hat ein offenes Ohr für sie und scheint schlau zu sein, denn seine Posts wimmeln nur so von Kafka-Zitaten. Gekonnt ist der Dialog inszeniert: Marie ruft hilfesuchend in den (Zuschauer)raum  und mit dem bekannten „Plopp“ erscheint Netboys Antwort auf einer großen, weißen Wand. Schnell hat dieser Fünfzehnjährige Internatsschüler aus der Schweiz – so erzählt er zumindest  über sich– Marie an der Angel. Sie will ihm gefallen und hört auf seinen Rat. Als sie ihm erzählt, dass die Chemielehrern Frau Bruttschner  ihre Freundin Sarah im Unterricht schikaniert, fordert er sie auf, ihren wütenden Worten Taten folgen zu lassen und ihre Notdurft vor deren Tür zu verrichten. Erst zögert sie, aber als Netboy mit Aufmerksamkeitsentzug droht, macht sie ernst und hinterlässt einen Haufen vor der Tür der Lehrerin und fühlt sich zunächst heldenhaft. Doch die Aktion hat fatale Folgen, denn plötzlich taucht ein Foto auf und Marie wird erpressbar und verwundbar.  Verzweifelt versucht sie sich aus ihrer Abhängigkeit zu befreien. Eindrucksvoll  durchbricht Madl an dieser Stelle mit ganzem Körpereinsatz auf hohen Absätzen die weiße Wand, aber für einen Befreiungsschlag ist es zu spät. Ohne mit der Moralkeule zu schwingen transportiert sich die Botschaft des Stückes, dass man nicht so leicht vertrauen sollte. Das Netz hat ein  langes, unbarmherziges Gedächtnis, Feinde gewinnen durch Bilder an Macht und bleiben zugleich anonym. *Foto: Isabel Winarsch

Weitere Vorstellungen für das Stück ab 12 Jahren:

Donnerstag, 28.4.16, 18:00 Uhr
Mittwoch 11.5. 2016, 18:00 Uhr
Samstag, 21.5.2016, 20:00 Uhr

 

Wunscherfüllung in zehn Minuten beim Verwöhnabend für Frauen

Schülerlesetage Verwöhnabend 1„Hier ist doch alles, was die Frau so braucht: Sekt, schöne Klamotten, leckeres Essen und junge Männer“, freut sich Stephanie Schneider, Autorin der diesjährigen Schülerlesetage. Recht hat sie. Der Veranstaltungsort für den Verwöhnabend „Schöne neue Frauenwelt“ am 14.4. ist einzigartig. In der Gipsabdrucksammlung der Universität Göttingen findet die Lesung statt, die umrahmt ist von reizvollen Angeboten, die von Maniküre über Schmuckverkauf bis zur Fitness-Beratung reichten. Ermöglicht hatten dies u.a. die Stadtwerke Göttingen. Ein leckeres Büffet lockt die zahlreichen Besucherinnen im Alter ab 13 bis ins Großmutteralter noch dazu. Die absolut einladende Wohlfühl-Atmosphäre wird noch durch die Aufforderung gesteigert, sich doch gern die Schuhe auszuziehen oder auch gern das Handy anzulassen. Da ist Stephanie Schneider ganz entspannt. Um eine entspannte Haltung geht es der Autorin und Mutter zweier Töchter auch im Familienzusammenleben und in der Begleitung von Schulkindern, so schrieb sie den Ratgeber „Der kleine Schulstress-Berater“ und „Der kleine Streitberater“. Kinderbücher schreibt sie ebenfalls, aber am heutigen Abend geht es ihr vor allem um das Frau- und Muttersein. Mit großer Leichtigkeit und kessem Witz gibt sie Kostproben aus ihren Kolumnen und Büchern für Frauen und erklärt anschaulich, warum Frauen sich täglich selbst belohnen sollen, denn wäre die Familie ein Konzern, die Mutter wäre der Motor oder der Zentralcomputer, so Schneider. Natürlich wird in ihren Texten so manches Klischee bedient, aber immer geistreich. Sie motiviert und inspiriert ihre Zuhörerinnen, sich Wunschzettel zu schreiben und sich 10 Minuten am Tag Zeit zur Wunschannäherung zu nehmen. Und auch, wenn sie der harten Wahrheit ins Auge blicken müsse, dass die Bauchmuskulatur als Mutter weich werde, bleibe sie Optimistin am Oberarm. Denn dort hätten ihre Kinder auch schon eine seltsame Falte im Bindegewebe entdeckt…

Neugierig geworden? Weitere Bücher von S. Schneider:hier

 * Zum Bild: Stephanie Schneider, Dr. C. Hildebrandt (Schülerlesetage), Claudia Weitemeyer (Stadtwerke Göttingen), v.l.n.r.

 

In der ersten Hälfte von 2016 freuen wir uns besonders auf...

viele kulturelle und sportliche Highlights für Familien in Göttingen und der Region. Den Anfang macht Ende Januar (30. + 31.01.) die Lokolino in der Lokhalle. Die Messe rund ums Familienleben bietet Spaß und Action und jede Menge Informationen. Für die stattfindenen Workshops kann man sich jetzt schon anmelden unter www.lokolino.de   

Auch im Februar gibt es ausser den niedrigen Temperaturen gute Gründe, sich in warmen Räumen aufzuhalten. Die Figurentheatertage Göttingen finden vom 06.-21.02. statt und bieten ein buntes Programm für alle Altersklassen. Mehr Infos unter www.figurentheatertage.goettingen.de 

März: Basketballfans kommen am 17.3. in der Sparkassenarena voll auf ihre Kosten: Die Harlem Globetrotters, das wahrscheinlich berühmteste Basketball-Team der Welt, sind zu Gast und präsentieren ihre atemberaubende Show. Auch nicht weniger zahm:  Am 19.03. kommen "Die Wilden Kerle" als Theaterstück in die Stadthalle.  

Mit dem Thema "Schöne neue Welt?- Endzeit, Umbruch, Aufbruch" stimmen die Schülerlesetage Göttingen im April (10.-16.04.) nachdenkliche Töne an. 7 Autoren und Autorinnen werden in den Göttinger Schulen zu Gast sein, dazu finden viele öffentliche Veranstaltungen statt. www.schuelerlesetage-goettingen.de 

Musikalisch geht es im Mai vom 5.-16.05. zu: Die Internationalen Händel Festspiele faszinieren nicht nur die ältere Generation. Der Familientag in und um die Innenstadt herum ist schon seit vielen Jahren kein Geheimtipp mehr. Wer nicht bis Mai warten möchte, kann sich und seine Kinder schon mal unter www.haendel4kids.de einstimmen.

Das Feuerwerk der Turnkunst in der Lokhalle ist gerade zu Ende gegangen und kündigte schon das nächste große Turnereignis in Göttingen an: Das Erlebnisturnfest vom 23.-27. Juni mit 20.000 Teilnehmern und einem großartigen Bühnenprogramm.  

Für alle, die noch mehr Programm brauchen, empfehlen wir, hin und wieder einen Blick in unseren Veranstaltungskalender zu werfen. Wir freuen uns auch über Veranstaltungstipps, die wir gerne und kostenlos mitaufnehmen.